Wissenschaft

Jugendreise Pädagogik und Wissenschaft

Ziel der ruf akademie ist es unter anderem, die Forschung im Bereich Kinder- und Jugendreisen voranzutreiben. Dafür arbeiten in der ruf akademie Akademiker/-innen aus den Bereichen Pädagogik, Sozialwissenschaft, Psychologie und Sozialpädagogik eng zusammen.
Die ruf akademie verfolgt kontinuierlich die Entwicklung relevanter Themen im wissenschaftlichen Kontext und übernimmt die dort gewonnenen Erkenntnisse in die eigene Arbeit.

Ausbildungskonzepte - wissenschaftlich fundiert, in der Praxis bewährt

Vor allem das Ausbildungskonzept der Mitarbeiterinnen und Mitarbeiter für ruf reisen steht dabei immer wieder im Fokus. Jährlich wird das Ausbildungskonzept auf den Prüfstand gestellt, hinterfragt und ggf. überarbeitet. So ist gewährleistet, dass die Ausbildung der Reiseleiterinnen und -leiter im Hinblick auf  pädagogische, juristische und entwicklungspsychologische Fragen immer auf dem neuesten Stand ist.

Forschung und wissenschaftliche Arbeiten

Neben der Reiseleiterausbildung forscht die ruf akademie auch in anderen relevanten Bereichen. So wurden seit 1981 viele Bücher und Aufsätze publiziert (siehe unten).

Jährlich entstehen etliche Abschlussarbeiten, sei es für Diplom-, Bachelor- oder Masterstudiengänge, die in der ruf akademie betreut werden. Die Ergebnisse solcher Arbeiten werden wiederum in der Entwicklung der verschiedenen Betreuungs- und Reisekonzepte berücksichtigt.
Sollte Interesse daran bestehen, bei ruf eine Abschlussarbeit zu schreiben, kann die ruf akademie gerne kontaktiert werden: info(at)ruf-akademie.de  oder Telefon 05 21/9 62 72 13.

Literatur

Seit über 25 Jahren betreiben RUF Jugendreisen und die RUF Akademie sozialwissenschaftliche Begleitforschungen zum Thema Jugendreisen.
Sechs Bücher wurden seitdem in der Reihe „Bielefelder Jugendreiseschriften“ herausgegeben. Nähere Informationen sowie Bestellmöglichkeiten erhalten Sie beim Institut für Freizeitwissenschaft und Kulturarbeit e. V. (IFKA).

Infomationen & Bestellmöglichkeit zu Büchern und Aufsätzen auf www.ruf.de


Neuer Band der Bielefelder Jugendreiseschriften: "Jugendreisen 2.0"

Im März 2012 erschien der achte Band der Buchreihe, die im Jahr 1997 von den Herausgebern Bernhard Porwol, Wolfgang Nahrstedt und Thomas Korbus gestartet wurde. Die Nähe des Titels zum Web 2.0 ist dabei durchaus gewünscht, denn das Prinzip von Web 2.0 lautet: mitmachen, eigene Ideen einbringen! Je mehr dabei sind, umso besser wird das Web. Das Buch versucht, auch technisch einen Bogen zu schlagen. Parallel zur Printversion erscheint die Homepage zum Buch www.Jugendreisen20.de. Hier wollen wir weiterführende Informationen, Interviews, Blogs, Filme und Artikel platzieren, auch im Rahmen einer Facebook-Seite.

So hat sich auch im Jugendtourismus eine große, vernetzte „Community“ entwickelt, die vieles bewegt – und natürlich hat das Internet auch unsere Branche revolutioniert. Dass die Bielefelder Jugendreiseschriften damals entstanden sind, hatte gute Gründe: Während der Jugendreisemarkt im Ausland längst hohes Ansehen genoss, sah die Situation in Deutschland dagegen anders aus. Politik, Wirtschaft, Medien und Wissenschaft schenkten dem Jugendtourismus viel zu lange zu wenig Beachtung. Deshalb schlossen sich Ende der 1990er-Jahre engagierte Sozialwissenschaftler mit den Machern von ruf zusammen, um bestehende Defizite aufzuarbeiten und den Dialog in Gang zu bringen.

Im ersten Buch „Vom Staat zum Markt“ schilderten zahlreiche Experten ihre Sichtweise zu Problemfeldern und Möglichkeiten in unserem Geschäftsfeld. Die Hauptbotschaft lautete: Der Weg im Jugendtourismus geht vom Staat zum Markt – von der öffentlich subventionierten Jugendpflege zum privat finanzierten Jugendtourismus.

Und heute? Das Fazit ist klar: Der Jugendtourismus in Deutschland hat stark an Bedeutung gewonnen. Die wirtschaftliche Bedeutung unseres Segments wird anerkannt, benannt und gefördert. Das ist der Zusammenarbeit aller Player im Markt zu verdanken. Das Thema Jugendreisen hat selbst in der Politik wesentlich mehr Gehör bekommen. Und auch die Medien sowie die Fachöffentlichkeit nehmen uns als wichtigen Baustein im Gesamtmarkt Tourismus wahr.

Inhaltlich zeigt sich: Auch eine gut vernetzte Jugendtourismuswelt braucht einheitliche Standards – und so begleiten uns die Themen Professionalisierung und Qualitätsorientierung damals wie heute. Aber es sind viele weitere Bereiche hinzugekommen: Der Jugendtourismus lebt von seiner beeindruckenden Vielfalt. Wesentlich ist noch, die wissenschaftliche Diskussion weiter auszubauen. Aber auch hier zeigt sich eine neue Dynamik: Im Forscher-Praktiker-Dialog entstehen universitäre Netzwerke – und die Bereitschaft wächst, den Praxisbezug als wesentliches Element universitären Lernens in Forschung und Lehre stärker zu fördern.

Mit diesem inzwischen achten Band der Bielefelder Jugendreiseschriften wollen wir nun einen Bogen zum ersten Band schlagen, der vor 15 Jahren entstanden ist. Wir wollen Bilanz ziehen, Entwicklungen aufzeigen und den Blick in die Zukunft wagen.

Bestellformular und mehr Informationen unter:
www.jugendreisen20.de
www.facebook.com/Jugendreisen2.0